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Akkuschrauber kaufen – Was man vorher beachten sollte

Einen Akkuschrauber zu kaufen, sollte heutzutage auf den ersten Blick kein Problem darstellen. Es gibt zahlreiche verschiedene Modelle, Ausführungen, Hersteller etc. und ebenso viele Baumärkte, Fachhändler und Online-Shops.

Beim 2. Blick jedoch, wenn man sich dann konkret entscheiden muss, macht einen genau diese große Produktvielfalt meist zu schaffen. Welcher ist nun der Richtige? Bekomme ich nicht einen noch besseren für das gleiche Geld? Welche Funktionen sollte mein zukünftiger Akkuschrauber haben – und so weiter und so fort.

Um ein klein wenig Licht in den Akkuschrauber-Dschungel zu bringen, findest du nachfolgend unsere 12 Tipps zum Kauf eines Akkuschraubers. So kann ein Fehlkauf vermieden werden.

  1. Einsteiger, Heimwerker oder Profi?
    Als erstes solltest du dir natürlich überlegen, für welchen Zweck du deinen Akkuschrauber benötigst und wie oft. So muss ein Gelegenheitsnutzer mit „normalen“ Ansprüchen keine 100e von Euro ausgeben. Ein ambitionierter Heimwerker und Profi sollte dagegen nicht nur auf den Preis schauen und lieber ein paar Euro mehr in die Hand nehmen.
  2. Genügend Leistung
    Mit an erster Stelle steht ganz klar die Leistung und die Kraft des Schraubers. Die Angabe Watt gibt es hier nicht. Entscheidend sind hier die Akkuspannung (Voltanzahl) und das maximale Drehmoment (Nm). Einsteigermodelle gibt es bereits ab ca. 3,6 V. Dies klettert dann hoch bis 18 V und mehr. Unsere Empfehlung: Wer lange und viel Freude an seinem Akkuschrauber haben möchte, sollte lieber in ein Modell mit einer hohen Akkuspannung investieren, mind. 12 V, besser noch 14 oder 18 V.
  3. Drehmoment
    Das max. Drehmoment ist ebenso wichtig, wenn es um die Leistung des Akkuschraubers geht und sollte daher bei der Auswahl nicht vernachlässigt werden. Hier fängt es ebenfalls wieder sehr klein an, bei ca. 5 Nm und steigt bis ca. 45 Nm (und mehr) hoch. Unsere Empfehlung: Orientiere dich bei mind. 30 Nm. Besser sind natürlich mehr (40 oder 50 Nm). Zudem sollte das Drehmoment einstellbar sein (mechanisch mit Rutschkupplung oder elektrisch).
  4. Mit Schlag oder ohne Schlag?
    Viele behaupten, ein Schlagwerk an einem Akkuschrauber sei Quatsch. Das kann ich allerdings nicht bestätigen. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass das Bohren mit einem Schlagwerk in Beton doppelt so schnell geht, als ohne Schlagwerk. Bei größeren Bohrern/Löchern hat man mit einer Maschine ohne Schlagwerk dann sowie keine Chance mehr. Man zerstört höchstens den Bohrer. Entscheidest du dich für einen Akku-Schlagbohrschrauber sollte das Schlagwerk natürlich abschaltbar sein. Wem große Flexibilität wichtig ist, sollte sich also für ein Modell mit Schlagwerk entscheiden.
  5. Bürstenlos oder mit Kohlebürsten?
    „Früher“ waren alle Akkuschrauber mit einem Motor mit Kohlebürsten ausgestattet. „Heute“ gibt es bereits erste Modelle, die mit einem bürstenlosen Motor angetrieben werden (Brushless). Das hat natürlich den Vorteil, dass man die Bürsten nicht wechseln muss. Zudem benötigt ein bürstenloser Motor auch weniger Strom, was in einer deutlich längeren Akkustandzeit resultiert (häufig ca. 1,5-fach länger).
  6. 2-Gang Getriebe
    Der Akkuschrauber sollte auch in jedem Fall ein 2 Gang Getriebe mitbringen. Ein kleiner (langsamer) und ein großer (schneller) Gang. Um einmal ein paar grobe Richtwerte zu geben: Leelaufdrehzahl 1. Gang: ca. 0 – 400 min-1 und Leerlaufdrehzahl 2. Gang: ca. 0 – 1.500 min-1.
  7. Spannweite Bohrfutter
    Die Spannweite des Bohrfutters ist auch sehr wichtig. Sie entscheidet nämlich darüber, welche maximale Größe deine Bohrer haben können, die du in deinen Akkuschrauber einspannen kannst. Bei kleineren Akkuschraubern findet man häufig Angaben wie: Bohrfutter: 1 – 10 mm. Bei größeren Modellen: Bohrfutter: 1,5 – 13 mm. Unsere Empfehlung: Achte auf eine Spannweite des Bohrfutters von mind. 1 – 10 mm. Besser sind natürlich max. 13 mm, da man so etwas flexibler ist.
  8. Regelbare Drehzahl
    Natürlich sollte der Akkuschrauber auch die Möglichkeit besitzen, die Drehzahl zu regulieren. In aller Regel ist dies aber möglich. Drückt man den Knopf nur etwas, ist die Drehzahl sehr gering. Drückt man den Knopf ganz, läuft der Motor mit der maximalen Leerlaufdrehzahl des eingestellten Gangs.
  9. Rechts-Links Lauf
    Heutzutage haben fast alle Akkuschrauber einen Rechts- und einen Linkslauf. Dieser Punkt sei daher nur der Vollständigkeit wegen erwähnt.
  10. LED-Beleuchtung
    Ganz nett ist auch eine kleine LED-Beleuchtung. Gerade wenn man in einer dunklen Nische arbeitet, kann die Beleuchtung sehr sinnvoll und hilfreich sein.
  11. Zubehör
    Beim Kauf sollte man auch auf das Zubehör achten. Das können u.A. sein: Akku, Ladegerät, Koffer, Bit-Set, Bohrer, etc.
  12. Akku + Ladegerät
    Last but not least sei noch der Punkt Akku-Kompatibilität erwähnt. Besitzt du bereits mehrere akkubetriebene Maschinen der selben Klasse/des selben Herstellers, kann man so bares Geld sparen, da man eben nur noch den Akkuschrauber (ohne Akku) kaufen „muss“. Außerdem sollte das Ladegerät schnell laden (Schnellladegearät) und ebenfalls für andere Akkus kompatibel sein.

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Fazit

Ehe man sich einen Akkuschrauber zulegt, sollte man sich im Vorfeld ein paar Gedanken dazu machen, um einen eventuellen Fehlkauf zu vermeiden. Die Auswahl sollte zudem stets an den eigenen Bedürfnissen ausgerichtet sein.

Unsere obigen 12 Tipps sollen daher eine kleine Hilfestellung sein, damit man nach dem Kauf nur Freude und keinen Ärger mit dem neuen Akkuschrauber hat. Und jetzt viel Spaß beim Shoppen! 🙂


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